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Arbeitszeiten bei der 24 Stunden Pflege

Wie sind die Arbeitszeiten im Rahmen einer 24h-Pflege geregelt?

Es ist wichtig, die Arbeitszeiten und Erholungsphasen der Betreuungskräfte sorgfältig zu planen und sicherzustellen, dass die Betreuer angemessene Erholungszeiten und Freizeit haben, um ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu gewährleisten.

Für eine 24-Stunden-Pflege gilt je nach Vereinbarung eine Wochenarbeitszeit von 30, 35 oder 40 Stunden. Die täglichen Arbeitszeiten werden individuell vereinbart. Selbstverständlich ist die Betreuungskraft 24 Stunden bei Ihnen vor Ort. Allerdings kann sie nicht rund um die Uhr arbeiten und braucht entsprechende Erholungsphasen sowie 8 Stunden Nachtruhe.

Die werktägliche Arbeitszeit (Montag bis Samstag) darf in der Regel acht Stunden nicht überschreiten. Die Betreuer haben grundsätzlich ein Anrecht auf 2 halbe oder 1 ganzen Arbeitstag als Freizeit pro Woche.

Die Arbeitszeiten und Erholungsphasen der Betreuungskräfte sorgfältig zu planen und sicherzustellen, dass sie die gesetzlichen Vorschriften einhalten. Es ist wichtig, dass die Betreuer ausreichend Zeit zur Regeneration haben, um eine qualitativ hochwertige Betreuung gewährleisten zu können.

Müssen Betreuungskräfte am Wochenende arbeiten?

Die Betreuungskräfte müssen nicht zwangsläufig am Wochenende arbeiten. Die gesetzlichen Regelungen legen fest, dass Arbeitnehmer sowie Gewerbetreibende das Recht auf eine bestimmte Anzahl von freien Wochenenden haben. Es ist wichtig, dass die Arbeitszeiten und Ruhepausen gemäß dem Arbeitszeitgesetz eingehalten werden, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Arbeitnehmer zu schützen. Für entsandte Betreuungskräfte gelten deutsche Ruhezeitregelungen. Nach dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz und Arbeitszeitgesetz darf die wöchentliche Arbeitszeit 48 Stunden nicht überschreiten.

An Werktagen darf die Betreuungskraft maximal acht Stunden, also höchstens 48 Stunden wöchentlich im Einsatz sein. Arbeitsrechtlich sind diese Mindeststandards für Arbeitsbedingungen einer 24-Stunden-Pflegekraft über Art. 8 und 9 der Verordnung (EG), Nr. 593/2008, der EU sowie Art. 9 Rom I VO und Art. 2 Nr. 4 Arbeitnehmer- Entsendegesetz (AentG) abgesichert. 

Für Gewerbetreibende Betreuer gelten teilweise eigene Regelungen. Grundsätzlich dürfen selbstständige Betreuungskräfte selber entscheiden wie viele Stunden pro Tag bzw. Woche sie arbeiten und wie viel Freizeit sie in Anspruch nehmen möchten.

Der Unterschied zwischen Arbeitszeit, Bereitschaftszeit, Rufbereitschaft und Ruhezeit

  • Arbeitszeit bezeichnet die Zeit, in der eine Person aktiv arbeitet und ihre beruflichen Aufgaben erledigt.
  • Bereitschaftszeit ist die Zeit, in der eine Person außerhalb ihrer regulären Arbeitszeit erreichbar und einsatzbereit ist, um im Notfall oder bei Bedarf zu arbeiten. Dadurch wird die Möglichkeit, anderen Tätigkeiten nachzugehen, erheblich eingeschränkt. Dies gilt auch, wenn sich die Pflegekraft in der ihr zur Verfügung gestellten
  • Rufbereitschaft ist eine spezielle Form der Bereitschaftszeit, bei der eine Person sich an einem bestimmten Ort aufhalten muss und innerhalb kurzer Zeit zur Arbeit erscheinen kann.
  • Ruhezeit hingegen ist die Zeit, die einer Person zur Erholung und Regeneration zur Verfügung steht, um sich von der Arbeitsbelastung zu erholen.

Quellen:

https://curasenio.de/arbeitszeit-24-stunden-pflegekraft/

https://www.mecasa.de/ratgeber/pflege-tipps/ruhezeiten-in-der-24-stunden-pflege-gesetzliche-vorgaben-und-ihre-bedeutung

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