Ratschläge für Senioren zur Reduzierung des Erkältungsrisikos

Wenn sich die kälteren Jahreszeiten ankündigen, steigt alljährlich das Erkältungsrisiko. Die reduzierte, schwächere Sonneneinstrahlung beeinflusst nicht nur die Stimmung. Durch die Reduzierung der UV-Strahlung nimmt auch die Vitamin-D-Produktion ab. Zusätzlich beanspruchen Kälte, Nässe und Wind das Immunsystem. Die Kälte verursacht verengte Blutgefäße und damit eine Verlangsamung des Blutflusses. Dadurch werden Nährstoffe und Sauerstoff nicht mehr so schnell zur körperlichen Versorgung transportiert. Das beanspruchte und dadurch eingeschränkt funktionierende Immunsystem muss jedoch im Winter vermehrt Krankheitserreger abwehren. Diese werden über die Luft und durch menschliche Kontakte verbreitet. Eine zusätzliche Verstärkung der Erkältungsgefahr tritt bei Senioren ein. Im Alter ändern sich das Essverhalten und die Stoffwechselintensität. Der Körper produziert weniger Immunzellen und Antikörper. Zahlreichen Senioren machen chronische und häufigere Erkrankungen zu schaffen, die das körpereigene Abwehrsystem belasten. Dadurch wird die Abwehr von Erkältungsbakterien erschwert. Neben der winterlichen Kälte beeinträchtigen zusätzlich Gefäßverengungen die Durchblutung. In dieser Zeit ist zur Vorbeugung eine zusätzliche Stärkung des körpereigenen Abwehrsystems sinnvoll. Treten trotzdem Erkältungskrankheiten auf, können einige bewährte Hausmittel die unangenehmen Symptome lindern. Dazu zählen Husten, Schnupfen und Heiserkeit sowie Halsschmerzen.

Der beste Schutz gegen Erkältungen ist die Stärkung des Immunsystems

Zur Stärkung des Immunsystems können eine ausgewogene Ernährung, Spaziergänge durch die frische Luft und ausreichender Schlaf beitragen. Im Winter bietet sich eine besonders vitaminreiche Ernährung an. Über einen hohen Vitamin-C-Gehalt verfügen zahlreiche Sorten von Obst und Gemüse. Regelmäßiges ausreichendes Trinken dient der Durchblutungsverbesserung sowie Entlastung der Schleimhäute. Wechselduschen bewirkt einen Gewöhnungseffekt an kältere Temperaturen. Im Winter sollte vor dem Verlassen des Hauses auf witterungsgerechte Kleidung geachtet werden. Dies gilt für Senioren in besonderem Maße. Wenn es die persönliche Situation zulässt, sind Gymnastik und leichter Sport ebenfalls sinnvoll. Dadurch werden die Bewegungsfähigkeit und Durchblutung gefördert.

Der richtige Umgang mit Heizen und Lüften

Eine ordnungsgemäß funktionierende Heizung ist im Winter unverzichtbar. Die Einstellung der Raumtemperatur sollte individuell als angenehm empfunden werden und sollte 18 Grad Celsius nicht unterschreiten. Zu vermeiden sind ein Überheizung sowie eine zu trockene Raumluft. Ansonsten könnten die Nasen- und Rachenschleimhaut in Mitleidenschaft gezogen werden. Zur Regulierung ist eine aufgestellte Wasserschale sinnvoll. Nach dem Aufstehen sollte das Schlafzimmerfenster für kurze Zeit zum Stoßlüften geöffnet werden. Dadurch gelangt wieder reichlich frische Luft und Sauerstoff in den Raum. Durchzug und Frieren ist dabei in jedem Fall zu vermeiden. Die Atmung sollte bei älteren Menschen vor extrem, kalten Außentemperaturen möglichst geschützt werden.

Gründliche Hygienemaßnahmen bieten einen wirksamen Schutz gegen Erkältungen

Wer eine Erkältung vermeiden möchte, für den ist eine Händedesinefktion besonders wichtig. Insbesondere beim Händeschütteln können Vieren und Bakterien übertragen werden. Selbes gilt auch für die Atemluft von anderen Menschen. Daher sollten größere Menschenansammlungen im Winter vermieden werden. Zu offensichtlich erkälteten Personen sollte ein größerer Abstand gehalten werden. Daneben können Türklinken, Telefonhörer und Lichtschalter sowie Geländer mit Viren und Bakterien belastet sein. Größte Sorgfalt für die Händedesinefktion sind beim Essen und nach einem Toilettengang geboten. Vorhandene Desinfektionsmittel sollten als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme gegen eine Erkältung genutzt werden. Vor dem Verzehr sollten Obst und Gemüse immer ausreichend gewaschen werden. Bei Buffets sollten Abdeckungen vor Husten schützen.

Nebenwirkungsfrei und bewährt – Hausmittel gegen Erkältungssymptome

Ein Inhalieren mit dem Zusatz von gering dosierten ätherischen Ölen und Kamille reduziert die Erkältungsbeschwerden. Ein heißes Bad mit solchen Zusätzen ist bei einer Erkältung ebenfalls hilfreich. Gegen eine erhöhte Körpertemperatur sind die klassischen Wadenwickel sinnvoll. Dadurch können chemische Wirkstoffe vermieden werden und der Körper muss keine zusätzliche Energie aufbringen um Pharmazeutische Stoffe zu verarbeiten . Im Falle von Heiserkeit und Halsschmerzen können ungesüßte warme Tees diese Erkältungssymptome spürbar lindern. Als Hausmittel gegen Heiserkeit zählen folgende Teesorten, die auch zum Gurgeln verwendet werden können:

• Ingwer wirkt, insbesondere frisch zubereitet, besonders antibakteriell, entzündungshemmend und schleimlösend

• Salbei bekämpft Bakterien und Entzündungen durch ätherische Öle, Gerbstoffe und Flavonoide

• Kamille aktiviert weiße Blutkörperchen und wirkt entzündungshemmend

• Holunderblüten wirken antioxidativ und immunstimulierend.

Bei einer Erkältung sind als Zusatz zu einem Tee je nach Wunsch Honig und Zitrone ideal, oder wer eine Erkältung ausschwitzen möchte, kann dies mit Lindenblütentee versuchen. Der ungeschlagene Klassiker um eine Erkältung in Schach zu halten ist: Eine zinkhaltige Hühnersuppe mit Knoblauch und Ingwer. Zur Vorbeugung gegen Schnupfen hilft die Nutzung einer Nasendusche mit Salzwasser. Als Hausmittel gegen Heiserkeit hat sich ebenso das Gurgeln mit warmem Salzwasser bewährt. Dieses kostengünstige und schnell zubereitete Mittel kann mehrfach am Tag genutzt werden. Milde, zuckerfreie Kräuterbonbons können gelegentlich gelutscht werden. Sie regen den antibakteriell wirkenden Speichelfluss an und lindern den Reiz. Bei der Zubereitung von bewährten Hausmitteln gegen Erkältungskrankheiten ist Ihre 24-Stunden-Pflegekraft der Ulmer-Pflege24 gerne behilflich. Hausmittel auf natürlicher Basis können bei Erkältungskrankheiten wirksam eingesetzt werden. Verschlimmern sich trotzdem die Symptome einer Erkältung, sollte ein Arzt hinzugezogen werden. Ein Arzt ist in jedem Fall erforderlich, wenn es sich nicht um eine Erkältung, sondern um eine Virusgrippe (Influenza) handelt. Im Zweifelsfall ist immer eine Klärung erforderlich.