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Richtige Kommunikation mit Senioren – worauf muss ich achten?

Eine mangelhafte Kommunikation kann dazu führen, dass sich Senioren unverstanden und hilflos fühlen. Betreuungskräfte und Familienangehörigen sollten darauf achten, dass die Pflegebedürftigen sich verstanden fühlen und ihre Anliegen ernst genommen werden.

Nur durch ein positives und respektvolles Auftreten der Betreuungskraft, sowie eine motivierende Kommunikation gegenüber den Senioren, können diese das Selbstvertrauen aufbauen, die alltäglichen Dinge so weit wie möglich auch selbstständig zu bewältigen.

Es ist von großer Bedeutung, dass Betreuungskräfte ihre eigenen Emotionen in den Hintergrund stellen, um den älteren Menschen angemessen begegnen zu können. Verschiedene Krankheitsbilder erfordern nun Mal unterschiedliche Verhaltensweisen seitens der Betreuer.
Sollten die Betreuungskräfte beispielsweise einmal schlechte Laune, Trauer, Heimweh oder Wut verspüren, kann dies den geistigen Zustand der Senioren negativ beeinflussen. Aus diesem Grund sollten tiefgreifende Gespräche unter Ausschluss eben der genannten Gefühlszustände grundsätzlich vermieden werden.

Viele ältere Menschen leben in ihrer eigenen Welt und verstehen die heutige Zeit nicht mehr. Besonders möchten die älteren Menschen einfach etwas Wärme und menschliche Nähe erfahren. Es ist positiv, eine ältere Person aufmerksam zu machen, dass sie schöne Augen, schöne Haare haben oder beispielsweise großartig gekleidet sind. Herzliche Komplimente gleichen den emotionalen Zustand aus und der Kontakt wird sofort angenehmer.

Wenn Senioren langsam oder leise sprechen, müssen auch die Betreuungskräfte das Sprechtempo und Lautstärke anpassen. Die Kommunikation sollte auf vergleichbarer Ebene und auf ähnlichem Niveau erfolgen.

Senioren äußern oft indirekt ihre Bedürfnisse, wie zum Beispiel:
„Früher bin ich oft spazieren gegangen“. Mit solchen Aussagen äußern sie indirekt den Wunsch spazieren zu laufen und möchten dabei auch von der Betreuungskraft begleitet werden. Hier ist es wichtig als Betreuungskraft aufmerksam zuzuhören, nachzufragen und speziell die konkreten Bedürfnisse zu erfragen.

Die Kommunikation bei körperlichen Einschränkungen, wie Schwerhörigkeit und Sehstörungen, ist entscheidend, um das Verständnis zwischen den Betroffenen und ihren Mitmenschen zu verbessern.

Hier sind einige Tipps für die Kommunikation bei diesen Einschränkungen:

1. Bei Schwerhörigkeit:

  • Sprechen Sie langsam und deutlich.
  • Schauen Sie die Person direkt an, damit sie Ihre Lippenbewegungen und Gesten besser erkennen kann.
  • Vermeiden Sie Hintergrundgeräusche und schaffen Sie eine ruhige Umgebung.
  • Nutzen Sie gegebenenfalls Hilfsmittel wie Hörgeräte oder Schriftliche Kommunikation.

2. Bei Sehstörungen:

  • Beschreiben Sie Ihre Umgebung und Handlungen verbal.
  • Sprechen Sie den Namen der Person an, bevor Sie mit ihr sprechen.
  • Vermeiden Sie grelle Lichtquellen und sorgen Sie für ausreichende Beleuchtung.
  • Nutzen Sie geeignete Hilfsmittel wie Lupen oder Sprachausgaben.ng.
  • bei sehr starker eingeschränkter Sehstörung alten Menschen mehr berühren.

Es ist wichtig, geduldig und respektvoll zu sein und sich auf die Bedürfnisse der Person mit körperlichen Einschränkungen einzustellen. Indem man sich anpasst und einfühlsam kommuniziert, kann man dazu beitragen, die Barrieren zu überwinden und eine effektive Kommunikation zu ermöglichen.

Warum älteren Menschen Berührungen gut tun?

Berührungen bei älteren Menschen können viele positive Auswirkungen haben, da sie dazu beitragen, das Wohlbefinden und die Lebensqualität zu verbessern.

1. Emotionaler Trost:
Berührungen können ein Gefühl von Nähe, Zuneigung und Unterstützung vermitteln, was älteren Menschen emotionalen Trost und Sicherheit geben kann.

2. Stressabbau:
Berührungen können dazu beitragen, Stress abzubauen und Entspannung zu fördern. Dies kann dazu beitragen, dass ältere Menschen sich entspannter und ausgeglichener fühlen.

3. Verbesserung der Stimmung:
Berührungen können die Freisetzung von Endorphinen und anderen „Wohlfühl“-Hormonen im Körper stimulieren, was zu einer Verbesserung der Stimmung und des allgemeinen Wohlbefindens führen kann.

4. Beziehungsaufbau:
Durch Berührungen können zwischenmenschliche Beziehungen gestärkt und vertieft werden. Dies ist besonders wichtig für ältere Menschen, die möglicherweise Einsamkeit oder Isolation erleben.

Insgesamt können Berührungen bei älteren Menschen dazu beitragen, ihr emotionales Wohlbefinden zu steigern, Stress zu reduzieren, die Stimmung zu verbessern und die zwischenmenschlichen Beziehungen zu fördern.

Quellen:
http://aktiv-mit-senioren.net
https://vistalt.de


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