Überspringen zu Hauptinhalt

Was sollte ich einer 24 Stunden Pflegekraft zur Verfügung stellen?

Für die 24-Stunden-Pflege sollten bestimmte räumliche und organisatorische Voraussetzungen geschaffen werden, um die Pflegekraft angemessen unterzubringen und eine gewisse Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Nur so können sich die Betreuer voll und ganz der Pflege widmen.

Hier sind einige konkrete Beispiele und Tipps für die Voraussetzungen bei der 24-Stunden-Pflege:

  • Privatsphäre gewährleisten:
    Sowohl die Pflegekraft als auch der Pflegebedürftige sollten über ausreichend Privatsphäre verfügen. Dies bedeutet, dass separate Schlafzimmer und Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sein sollten.
  • Sicherheit und Barrierefreiheit:
    Die Räumlichkeiten sollten sicher und barrierefrei gestaltet sein, um Stürze und Unfälle zu vermeiden. Dies umfasst beispielsweise rutschfeste Böden, gut beleuchtete Bereiche und Handläufe in Fluren und Badezimmern.
  • Ausreichende Ausstattung:
    Stellen Sie sicher, dass das Zimmer mit den notwendigen Möbeln und Ausstattungsgegenständen ausgestattet sind, die den Bedürfnissen der Pflegekraft und des Pflegebedürftigen entsprechen. Dies kann beispielsweise ein höhenverstellbares Pflegebett, ein Pflegerollstuhl oder ein Pflege Rollator sein.
  • Kommunikationseinrichtungen:
    Installieren Sie Kommunikationseinrichtungen wie Telefone oder gegebenenfalls Notrufsysteme, um im Notfall schnell Hilfe rufen zu können.
  • Hygienische Einrichtungen:
    Sorgen Sie für gut ausgestattete Badezimmer mit Haltegriffen, rutschfesten Bodenbelägen und ausreichend Platz für die Pflegebedürftigen.
  • Gemeinschaftsräume:
    Schaffen Sie gemütliche Gemeinschaftsräume, in denen die Pflegekraft und der Pflegebedürftige Zeit miteinander verbringen können. Dies fördert das soziale Miteinander und stärkt die Beziehung zwischen Pflegekraft und Pflegebedürftigem.

Durch die Berücksichtigung dieser Beispiele und Tipps können Sie sicherstellen, dass die räumlichen und organisatorischen Voraussetzungen für die 24-Stunden-Pflege optimal gestaltet sind und sowohl die Pflegekraft als auch der Pflegebedürftige sich wohl und gut versorgt fühlen.

Wir möchten nicht nur die Senioren zu 100 % zufrieden stellen, sondern auch für die 24-Stunden Betreuerin ein möglichst angenehmes Arbeitsumfeld schaffen. Davon profitieren alle Beteiligten.

Hier ist eine Zusammenfassung der Anforderungen für die Bereitstellung eines angenehmen Arbeitsumfelds:

  • Ein eigenes möbliertes Zimmer mit Fenster für die Betreuerin:
    Das Zimmer für die neue Pflegekraft sollte sauber, ordentlich und beheizt sein. Es sollte über ein Fenster mit Tageslicht verfügen, das bei Bedarf durch Jalousien oder Vorhänge verdunkelt werden kann. Eine schlichte Möblierung ist in Ordnung, solange das Zimmer wohnlich und freundlich wirkt. Es ist auch empfehlenswert, die Pflegekraft direkt nach ihren Wünschen für ihren Rückzugsort zu fragen, möglicherweise über die übliche Grundausstattung von Bett, Tisch und Schrank hinaus.
  • Mitbenutzung des Badezimmers:
    Die Möglichkeit, das Badezimmer zu nutzen, ist wichtig für die persönliche Hygiene und den Komfort des Betreuers/in. Es ist ratsam, einen Bereich im Bad für persönliche Pflegeprodukte und Utensilien zu reservieren. Neue Handtücher in einem Design, das sich von Ihren eigenen unterscheidet, signalisieren Respekt für die Privatsphäre Ihrer Pflegekraft.
  • PKW Nutzung:
    Bei Bedarf kann die Bereitstellung eines PKWs dem Betreuer/in ermöglichen, flexibel zu sein und notwendige Besorgungen zu erledigen. Zum Beispiel, Einkäufe, Arztbesuche, Ausflüge etc. Die Versicherung sollte hierbei zwingend über den zusätzlichen Fahrer informiert werden. Eine Pkw Nutzung ist selbstverständlich nicht zwingend, sondern obliegt der individuellen Situation bei Ihnen.
  • Verpflegung:
    Die Bereitstellung von ausreichender Menge an Lebensmitteln ist essenziell, um die Betreuer/in samt der Senioren mit ausreichender Menge an Energie zu versorgen. In diesem Fall ist es erforderlich, mit einem Budget für die Verpflegung aller Beteiligten zu kalkulieren, Belege zu sammeln und ein Haushaltsbuch zu führen. Damit die Betreuer/innen gut kochen können, benötigen sie dementsprechend frische Lebensmittel.
  • Freizeit:
    Die Betreuer haben grundsätzlich ein Anrecht auf 2 halbe oder 1 ganzen Arbeitstag als Freizeit pro Woche. Je größer die räumliche Nähe, desto wichtiger die Möglichkeit, sich zurückziehen und zwischen Arbeit und Freizeit zu trennen.
    Schließlich ist eine 24-h-Pflegekraft kein Pflegeroboter, sondern ein Mensch mit Bedürfnissen nach Erholung, Freizeit und Privatsphäre. Dazu muss sie nach getaner Arbeit regenerieren dürfen. Zusätzlich sind den Betreuern 2-3 Stunden täglich an Pausen einzuräumen.
  • Internetzugang:
    Der Zugang zum Internet ist von großer Bedeutung, um über WhatsApp und Skype Kontakt zu Familie und Freunden in der Heimat zu pflegen. Eine ausreichend schnelle Internetverbindung ist heutzutage selbstverständlich, um sich zumindest virtuell in die Augen sehen zu können.
  • Guter Schlaf ist für 24-Stunden-Betreuer sehr wichtig:
    Allerdings kann sie nicht rund um die Uhr arbeiten und braucht entsprechende Erholungsphasen sowie 8 Stunden Nachtruhe. Schlaf ist für 24-Stunden-Betreuer sehr wichtig, da die 24-Stunden-Pflege den ganzen Menschen, sowohl physisch als auch psychisch fordert.
An den Anfang scrollen